Am Fischland, einer schmalen Landbrücke, die den Darß mit dem Festland verbindet und etwa in der Mitte zwischen Warnemünde und Darßer Ort liegt, nahmen um die Jahrhundertwende Strandungen und Schiffsunfälle immer mehr zu. 1897 strandeten innerhalb von nur zehn Tagen gleich drei eiserne Dampfschiffe an der Ostseeküste vor Wustrow. Nach Strandung des schwedischen Dampfers “Koster” im Jahre 1908 bestand nach Ansicht des Großherzoglichen Seeamtes Rostock ein dringendes Bedürfnis zur Errichtung einer Nebelsignalstation. Es wurde beschlossen, etwa 1 km südwestlich von Ostseebad Wustrow ein Nebelhorn mit einer Tragweite von 5 bis 6 Seemeilen zu installieren. Die Arbeiten zur Errichtung der Nebelstation Wustrow begannen im Jahre 1910. Am 1. März 1911 konnte alles in Betrieb genommen werden - das Maschinenhaus, die mit Dampf betriebene Nebelhornanlage, das Leuchtfeuer, eine Heultonne see- wärts vor der Nebelsignalstation und ein Leuchtfeuerwärterhaus mit Stallungen.   Quelle: Marinekalender der DDR 1977 - Hans-Joachim Luttermann: Feuer in der Nacht. Leuchttürme an der Küste der DDR.